Mit der Kraft der Sonne

Der Seeweg ist für viele die wohl luxuriöseste Art, um von A nach B zu gelangen. Dieselbetriebene Motorjachten sind dabei immer mehr in Verruf geraten, ihr Verbrauch ist kaum vermittelbar. Eine mittelgroße Motorjacht mit einer Länge von 25 Metern verbraucht im Cruising etwa 400 Liter Treibstoff pro Stunde. Nach einer Stunde hat sie ungefähr 25 bis dreißig Kilometer zurückgelegt, wer jetzt die Verbrauchsangabe von PKWs anwendet, landet bei einem Verbrauch von über 1.000 Litern pro 100 Kilometern. Hier ist noch viel Luft nach oben, Modelle wie die Predator aus dem Hause Sunseeker oder die Boote von Azimut oder Riva umwerben die Kundschaft mit ihrer hohen Performance, da kann der Verbrauch auch gerne einmal doppelt so hoch ausfallen. Das Problem wurde meistens durch einen größeren Tank gelöst und somit war eine akzeptable Reichweite stets gegeben.

Es geht auch anders

Für viele Wassersportler ist das Segeln die einzig wahre Form, um sich im Wasser fortzubewegen. Es ist mit Sicherheit nach dem Rudern die wohl ursprünglichste Art. Beim Segeln ist viel Geschick, Geduld und Erfahrung vonnöten, um Mannschaft und Boot sicher über die Weltmeere zu dirigieren. Es bedeutet oft, große Umwege aufgrund der Windverhältnisse in Kauf zu nehmen oder gar Stillstand, obwohl man unbedingt weiter möchte. Das Segeln ist somit reich an Metaphern und kann mit Sicherheit auch eine gute Lebensschule sein. Doch ist es trotz allem nicht jedermanns Sache, damit gab es für viele nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera bei der Wahl des richtigen Antriebs.

Ein neuer Stern am Himmel

Oder sollte man besser sagen eine neue Sonne am Himmel? Der Jachtbauer Silent Yachts hat als Erster Solarantriebe in klassischen Familienjachten verbaut. Es gab schon von diversen Werften Kleinserien und Prototypen, die ebenfalls auf die Sonne als Kraftquelle setzten, doch wurde daraus nie eine Großserie. Silent Yachts hat nun den Schritt gewagt und wird dafür vom Fachpublikum gefeiert als das Tesla der Meere. In der Tat ist der Vergleich durchaus berechtigt. Die Silent 64 gilt als der erste autarke Katamaran mit „Null Emission“. Die Jacht von Silent lässt sich mit einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu zwanzig Knoten bewegen, bei einer Geschwindigkeit von neun Knoten kann die Welt gar ohne Unterbrechung umfahren werden. Jetzt heißt es genügend Gepäck und Proviant dabei zu haben, seien es Vorräte, Kleidung wie Tamaris Schuhe speziell für Boote und genügend Bargeld.

Fährt sie auch in der Nacht?

Ja! Es braucht keine direkte Sonneneinstrahlung, um sich adäquat vorwärtszubewegen. Die Batterien speichern genug Reserven, um so manch dunkle Stunde zu durchstehen. Im Falle eines Falles würden sich diese Batterien auch mithilfe des Notstromaggregats innerhalb von neunzig Minuten vollständig aufladen lassen. Ein weiterer großer Vorteil des Solarantriebs ist die Geräuschlosigkeit. Dieselantriebe sind laut, stinken und blasen je nach Wind und Wetter die Abgase direkt aufs Sonnendeck. Der Solarantrieb macht hier eine Ruhe möglich, die zu wahrer Entspannung auf dem Wasser führen kann, außer Wellen und Möwen sind keine Geräusche vernehmbar und man gleitet majestätisch dahin.

Erleben werden lässt sich der Traum beispielsweise bei einem der Jachtcharter auf Mallorca oder der Adria.

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